Die Vorkriegszeit

1920: Gründung des Vereins unter dem Namen „Faust´sche Streichkapelle“. Die Kapelle, die unter der Leitung von Artur Faust stand, bestand aus ca. 6-8 Musikern.

1927: Namensänderung des jungen Vereins in „Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr“. Der Vereinsname ergab sich durch die Patenschaft der Freiwilligen Feuerwehr, die den jungen Musikverein finanziell bei der Anschaffung von dringend benötigten Instrumenten und Notenmaterialien unterstützte. Das neu gegründete Blasorchester stand weiterhin unter der musikalischen Leitung von Artur Faust.

1934: Außerordentliche Versammlung mit dem Beschluss, die Tätigkeit der Kapelle bis auf weiteres einzustellen. Die politischen Umstände des NS-Regimes zwangen das junge Orchester zur vorübergehenden Aufgabe.

 

Der Neubeginn

1948: Neuformierung der Kapelle und Wiederaufnahme der Orchestertätigkeit.Die Kapelle wurde aus ehemals aktiven Musikern, Nachwuchskräften und heimatvertriebenen „Neu-Mainflingern“ zusammengestellt. Viele Instrumente und das Notenmaterial waren durch die Kriegswirren verschollen und mussten nach und nach ersetzt werden. Unter der Leitung von Musiklehrer Schweizer aus Seligenstadt begann der Neuaufbau.

1953: Heinrich Heng übernimmt das Amt des Dirigenten bei der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr. Unter seiner Leitung verbucht das Orchester beachtliche Erfolge. Die Feuerwehrkapelle wird als Stimmungskapelle in den späten 50er und frühen 60er Jahren in der ganzen Region mit Begeisterung gefeiert.

1966: Die Neugründung eines Musikvereins im Nachbarort Kleinwelzheim reißt eine große Lücke im Mainflinger Orchester. Die Kapelle stand am Rande der Spielfähigkeit.

1967: Erwin Glaab wird 1. Vorsitzender des Vereins. Unter seiner Leitung und mithilfe des Dirigenten Willi Fohlbert gelingt es, eine überaus erfolgreiche Jugendarbeit in die Wege zu leiten.

1976: Willi Folberth muss aus beruflichen Gründen sein Dirigentenamt niederlegen. Ihm folgen Franz Wolloner, Herbert Wilz und im Jahre 1980 schliesslich Georg Sommer.

1985: Peter Trageser übernimmt das Amt des Dirigenten. Mit seiner unkonventionellen Art baut er das Orchester nach und nach zu einem noch moderneren Klangkörper um.

 

Die Schneider-Ära

1988: Manfred Schneider übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden. Mit Elan stürzt er sich in die Arbeit und erweckt gleich mehrere Veranstaltungen zum Leben: Der Tanz in den Mai und das Adventsblasen werden erstmals durchgeführt. Als Ergänzung zur Instrumentalausbildung gründet die Kapelle der FFW eine Blockflötengruppe für Kinder ab dem 1. Schuljahr. Die erste Blockflötenausbilderin war Angelika Nilius.

1989: Mehrtagesausflug nach Peiting im Schongau im Allgäu. Das Ausflugsprogramm hat es wirklich in sich: Tagesausflüge zum Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof und zum Kloster Ettal sowie nach Oberstdorf. In der Klosterkirche von Ettal gibt das Orchester ein legendäres Konzert, das alle Erwartungen übertreffen konnte.

1991: Mehrtagesausflug nach Friedenfels in der Oberpfalz. Auftritt des Blasorchesters in der Basilika in Waldsassen.

1995: 3-tägiges Jubiläumsfest „75 Jahre Kapelle der FFW Mainflingen“ am Mainufer. 12 Kapellen sorgen an den 3 Festtagen für musikalische Unterhaltung. Das Fest ist (wie üblich) kein besonders großer finanzieller Erfolg, zählt jedoch zu den kulturellen Highlights der Vereinsarbeit. Mit Gegenbesuchen bei den teilnehmenden Gastvereinen wurden anschließend anhaltende Kontakte geknüpft. Im November übernimmt Christian Wilz aus Großkrotzenburg das Amt des Dirigenten unseres Nachwuchsorchesters. Unter seinem Einfluss entsteht nach und nach ein spielfähiges Jugendensemble, das seinen ersten großen Auftritt auf dem Frühjahrskonzert im folgenden Jahr hat.

2002: Eintagesausflug in den Freizeitpark Tripsdrill (bei Heilbronn). Christian Wilz muss aus beruflichen Gründen leider das Amt des Jugenddirigenten aufgeben. Als Nachfolger wird auf vielfachen Wunsch Stefan Werner berufen, der das Nachwuchsorchester bereits vor einigen Jahren sehr erfolgreich leitete.

 

Das neue Millenium

2003: Mit den Vorstandswahlen auf der Jahreshauptversammlung am 14. März 2003 endet die Amtszeit von Manfred Schneider als 1. Vorsitzender der KdFFW Mainflingen. Jürgen Will wird als sein Nachfolger gewählt. Im Herbst übernimmt Ulrich Lindenfeld aus Großkrotzenburg das Dirigentenamt für das Jugendorchester. Mit seiner lockeren und doch zielorientierten Art gelingt es ihm schnell, gemeinsam mit den Jugendlichen musikalische Erfolge zu feiern. Das Jugendorchester begibt sich auf eine legendäre Kanufahrt an die Lahn. Nach mehr als 18 Jahren endet die Ära von Peter Trageser als Dirigent des Stammorchesters. Die Suche nach einem Nachfolger dauert nicht lange: Die Arbeit von Jugenddirigent Ulli Lindenfeld ist so erfolgreich, dass sich die Vereinsführung entschliesst, ihn auch für das grosse Orchester zu verpflichten.

2005: Das Jahr steht ganz im Zeichen des 85. Vereinsgeburtstages. Im Rahmen des Frühjahrskonzertes werden mehrere Aktive für langjährige Treue zur Musik geehrt. Am Sommerfest findet ein Ehrenabend statt, der u.a. auch dazu dient, die langjährigen Vereinsmitglieder zu würdigen. Karl Kunkel wird für 75 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Jürgen Will tritt als Vorsitzender nicht wieder an. Ein neues Vorstandsteam um den bisherigen zweiten Vorsitzenden Rainer Zeiger bildet sich und nimmt sofort seine Arbeit auf.

2010: In diesem Jahr fokussierte sich alles um das 90. jährige Bestehen des Vereins. An unserem Sommerfest versammelten sich befreundete Musikvereine wie Offenthal, Ebersbach oder auch Zellhausen, welche für beste Stimmung sorgten. Aber auch Vereine aus Mainflingen besuchten unser Fest, der Sängerbund sowie die Sängervereinigung unterhielten zwischen den Ehrungen mit ihrem Gesang.

2015: Die Besetzung eines dreiköpfigen Vorstandes wird an der Jahreshauptversammlung vorgestellt und ein Jahr später auch praktisch umgesetzt. Der geschäftsführende Vorstand stellt sich nach der Satzungsänderung aus Daniel Mäder, Dieter Knecht und Julia Rachor zusammen. Es wird in Kooperation mit dem KMV Zellhausen und der TGS Seligenstadt ein gemeinsames Jugendorchester unter der Leitung von Gregor Braun gegründet.

2016: Alexander Schadt übernimmt das Amt des musikalischen Leiters, nachdem sich die Musiker über 6 Monate selbst auf das Konzert vorbereitet hatten.